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Psalmopoeus
Die Vogelspinnengattung Psalmopoeus, die übersetzt soviel wie "Psalm-Dichter" bedeutet, da sie mit ihrem Stridulationsorgan musikalische Töne erzeugen kann, ist eine Unterfamilie der Selenocosmiinae und wurde im Jahre 1895 von dem britischen Zoologen und Arachnologen Reginald Innes Pocock aufgestellt. Der natürliche Lebensraum, der zurzeit elf bekannten Arten dieser Gattung, erstreckt sich von Mexiko aus, über Belize und die Westindischen Inseln, bis in den Norden von Südamerika. Aufgrund des schlanken Körperbaus, der nicht vorhandenen Brennhaare und der ausgedehnten Halfpolster an den Beinen, mit denen sie sehr schnell laufen, springen und klettern kann, wurde die Gattung der Psalmopoeus, den Baumvogelspinnen zugordnet. Sie verbirgt sich vorzugsweise zwischen den Wurzeln umgestürzter Bäume und in Straßenböschungen, wobei sie ihre Gespinströhre mit Bestandteilen von Pflanzen oder Substraten zu tarnen versucht.
In Terrarien gehaltene Arten sind meist Psalmopoeus cambridgei, die etwa sechs bis sieben Zentimeter groß werden, Psalmopoeus irminia, die sich etwas kleiner entwickeln und Psalmopoeus pulcher. Die Weibchen dieser Arten bauen, innerhalb eines Häutungszykluses, häufig einen zweiten, manchmal einen dritten Kokon, aus denen jedoch meist weniger Jungtiere schlüpfen, als aus dem ersten.
Psalmopoeus cambridgei und Psalmopoeus irminia, deren Weibchen, als deutlich aggressiver gelten, lassen sich, aufgrund ihrer engen Verwandschaft miteinander kreuzen. Man nimmt an, dass es sich bei diesen, um ein und dieselbe Art handelt, die sich lediglich durch ihre Färbung unterscheidet. Die sich in Trinidad aufhaltenden, grau braunen, Psalmopoeus cambridgei, mit ihren orangenen Beinen, sollen dabei die Inselform darstellen, die schwarzen Psalmopoeus irminia, deren Beine und Hinterleiber ein oranges Flammenmuster aufweisen, da sie Venezuela bewohnen, die Festlandform.
Man sollte sich, bei der Haltungen dieser Baumspinnen, für ein recht hohes Terrarium, von mindestens 20x20x40 Zentimetern, besser aber 30x30x40 Zentimetern entscheiden, in dem ein humides Klima herrschen, aber keine Staunässe entstehen sollte. Die Jungtiere, deren Nachzucht, bei guter Fütterung der adulten Tiere, recht einfach ist, sollten mit Grillen, Heimchen und Fleischfliegen gefüttert werden.
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